50 Jahre M-K-G
- „Verantwortung, Gemeinschaft und Zukunft im Gepäck“ - Wegberg in Rom
Mitte April war es endlich soweit: Während die Gruppe „Rom in Wegberg“ in einer Projektwoche die Gedenkfeier zum Kriegsende am 8. Mai 2026 und die Jubiläumsfeier unserer Schule am 11. Juli 2026 vorbereitete, fuhren etwa 600 Schüler*innen und Lehrer*innen unserer Schule nach Rom.
Die Reise nach Rom anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Schule begann am Montag, dem 13. April 2026, mit dem Beladen der Busse des Reiseunternehmens Höffmann. Dabei war die Aufregung der Gruppe „Wegberg in Rom“ nach eineinhalb Jahren der Vorbereitung deutlich spürbar, als ab 14 Uhr langsam alle Schüler*innen auf dem Schulhof eintrafen und das Gepäck verstaut wurde. Pünktlich um 15 Uhr machten sich, verabschiedet von zahlreichen Eltern und Geschwistern, über 600 Reisende in insgesamt 13 Bussen auf nach Italien zur größten „Klassenfahrt“ in der Geschichte des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums.
Zu Beginn der fast 23-stündigen Busfahrt wurde in jedem Bus ein selbst getexteter Song über die Fahrt abgespielt, was bei vielen Schüler*innen die Aufregung und die Vorfreude auf die bevorstehende Woche steigerte. Mit „Verantwortung, Gemeinschaft und Zukunft im Gepäck“ entstand auf jeden Fall schon einmal die Vorahnung, dass diese Reise unvergesslich werden würde.
An der Schulfahrt waren nicht nur die Lehrer*innen und die Schülerschaft beteiligt, sondern auch medizinisches Fachpersonal bestehend aus drei Krankenschwestern und einer Ärztin, die ihren Urlaub „opferten“, um ehrenamtlich für kleinere Verletzungen und Krankheitsfälle, die auftreten könnten, zur Seite zu stehen. Außerdem war diese Reise zu großen Teilen organisiert und unterstützt von der Firma „Höffmann Reisen“. Das Team von Höffmann bestand nicht nur aus den Busfahrer*innen, die die Reisenden wohlbehalten nach Rom beförderten, sondern auch aus Reisebegleiter*innen, die die einzelnen Busgruppen organisierten und bei allen Unternehmungen vor Ort begleiteten.
Die Hinfahrt verlief, auch wenn sie ziemlich anstrengend war, ohne weitere Zwischenfälle. Am Dienstag, dem 14. April, kamen alle Busse im Laufe des frühen Nachmittags am Campingplatz etwas außerhalb von Rom an. Die Lehrer*innen und Schüler*innen kamen in Fünfer- und Sechser-Bungalows unter, in denen sie sich nach der anstrengenden Fahrt erst einmal einrichten und erholen konnten. Für den Rest des Tages gab es kein weiteres Programm und es war erst einmal genug Zeit verfügbar, um den Campingplatz zu erkunden.
Die Verpflegung erfolgte in einem eigens für unsere Schule reservierten, großen Essenszelt, in dem ein Küchenteam der Firma Höffmann für die Zubereitung der Mahlzeiten zuständig war. Nachmittags gab es Kuchen als Snack, Frühstück gab es jeden Tag ab 7 Uhr, Abendessen ab 17:30 Uhr und den „Mitternachtssnack“ (Hot Dogs oder Pizza) um 21 Uhr.
Am Tag der Anreise war das Abendessen der erste offizielle Programmpunkt der Woche. Anschließend trafen sich alle Beteiligten im Amphitheater für die erste Infoveranstaltung, auf die jeden Abend eine weitere folgen sollte. Moderiert von der Reiseleiterin von Höffmann fand eine offizielle Begrüßung statt, bei der auch das Höffmann-Team und das medizinische Personal vorgestellt wurden. Auch die Direktorin unserer Schule, Maj Kuchenbecker, hielt eine kurze Ansprache, bei der sie sich unter anderem bei den Beteiligten des Organisationsteams bedankte und ihre Kolleg*innen und die Schülerschaft herzlich in Rom begrüßte.
Darauf folgte ein ganz besonderer Programmpunkt des täglichen Infoabends: Die Geburtstagskinder des Tages wurden nach vorne gebeten und die ganze Schule sang ihnen unter der Anleitung der Reiseleitung auf Italienisch zum Geburtstag ein Ständchen. Schließlich wurden alle notwendigen Informationen für den nächsten Tag bekanntgegeben wie z.B. die jeweiligen Abfahrtszeiten der 12 Busse am nächsten Morgen und das Programm des nächsten Tages. Bis zur Nachtruhe - für die Unterstufe ab 22 Uhr und für die Älteren ab 23 Uhr - hatten die Schüler*innen die Gelegenheit, zusammen mit ihren Freund*innen und Klassenkamerad*innen den Abend ausklingen zu lassen.
Am Mittwoch, dem ersten ganzen Tag in Italien, ging es endlich in die „ewige Stadt“. Um 09 Uhr fuhren die Busse mit den einzelnen Jahrgangsstufen beim Campingplatz los und kamen etwa eine Dreiviertelstunde später in der Innenstadt an. Schon auf der Busfahrt gab es Gründe zum Staunen, wenn der Blick aus dem Fenster fiel. Denn die antiken Thermen und der Circus Maximus konnten schon bei der Fahrt durch die Stadt bewundert werden. Nach der Ankunft der Busse in der Innenstadt wurden die einzelnen Busgruppen von den von Höffmann bereitgestellten Reisebegleiter*innen durch die Stadt geführt. Auf diesem Spaziergang konnten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie der Petersplatz mit dem Petersdom, die Engelsburg und -brücke, die Piazza Navona, das Pantheon, der Trevi-Brunnen und die spanische Treppe besichtigt werden.
Anschließend ging es für die Unterstufenschüler*innen zurück in das Camp. Dort konnten sie die Freizeitanlagen wie Pool, Spielplatz und Sportplätze genießen. Für den Rest der Schülerschaft ging der Tag in Rom weiter. So war der Plan für die Siebt- und Achtklässler*innen, die Katakomben zu besuchen. Leider zog ein Unwetter mit starken Regenfällen auf, weshalb alle bis auf die Haut nass wurden. Netterweise machte der Tourguide den begleitenden Lehrkräften jedoch das Angebot, die Besichtigung auf den Tag darauf zu verschieben. Deshalb ging es auch für die Mittelstufenschüler*innen früher als geplant zurück zu den Bussen.
Für die Neunt- und Zehntklässler*innen stand eine Besichtigung des Petersdoms auf dem Plan. Die Oberstufenschüler*innen der EF und Q1 hatten währenddessen die Chance, das fast 2000 Jahre alte Kolosseum von innen zu bewundern. Ganz besonders toll war es, diesen Ort, der normalerweise nur aus dem Lateinunterricht bekannt ist, auch einmal live zu erleben. Leider überraschte auch diese Schüler*innen das Gewitter. Der dadurch verpasste Besuch des Forum Romanum war sehr bedauernswert, allerdings ist es wohl auch eine unvergessliche Erfahrung, sich im Kolosseum vor dem Starkregen versteckt zu haben.
Der größte Teil der Schüler- und Lehrerschaft kam an diesem Tag von oben bis unten durchnässt auf dem Campingplatz an. Unter der warmen italienischen Sonne trockneten die nassgewordenen Klamotten aber schnell und schon beim Abendessen war das Unglück des Unwetters zu einer Anekdote geworden.
Der Donnerstag war schon der vierte Tag der Schulreise und zeigte, dass die Zeit wie im Flug verging. Die Busse brachten nach dem Frühstück die Reisegruppen wieder getrennt nach Jahrgängen hinein in die Stadt. Die Fünft- und Sechstklässler*innen besichtigten diesmal das Kolosseum und die Katakomben, während die Siebt- und Achtklässler*innen sich den Petersdom und Ostia Antica anschauten und die verpassten Katakomben vom Vortag nachholten. Die Neunt- und Zehntklässler*innen besichtigten das Kolosseum und das Forum Romanum. Die Oberstufenschüler*innen hatten ebenfalls die Gelegenheit, sich im Petersdom, dem meistbesuchten sakralen Gebäude in der Vatikanstadt, umzuschauen mit der Option, zusätzlich die Kuppel zu besuchen. Während der jüngere Teil des MKG ein relativ volles Programm an dem Tag hatte, konnten die Älteren sich den größten Teil des Tages nach dem Petersdom selbst gestalten. In Kleingruppen hatten sie die Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und die Souvenirläden abzuklappern. Für alle Interessen war etwas dabei, es gibt wohl wenig, was die „Ewige Stadt“ nicht zu bieten hat. Unter anderem die vielen Eisdielen, eine davon mit mehr als 100 verschiedenen Eissorten, und die zahlreichen Pizzerien in Rom waren vor den Schülerscharen des MKG im Laufe der Woche nicht sicher.
Als alle am späten Donnerstagnachmittag wieder auf dem Campingplatz ankamen, war nur noch wenig Zeit für eine kurze Erholung, das Abendessen und die Infoveranstaltung. Denn abends ging es für das ganze MKG noch einmal los in die Stadt: Die jüngeren Schüler*innen und ihre begleitenden Lehrer*innen durften eine Lichterfahrt in Rom genießen, unterdessen ging es für die älteren Jahrgänge nach Trastevere, einem pittoresken Stadtteil Roms mit einem aktiven Nachtleben. Die Atmosphäre an diesem Abend dürfte wohl für viele ein Highlight gewesen sein.
Besonders aufregend war der Freitag, der 17.04. 2026, an dem die Schüler*innen und Lehrkräfte zwischen verschiedenen Ausflugszielen selbst wählen konnten. Dadurch entstanden völlig neu durchmischte, jahrgangsübergreifende Gruppen, die zusammen zu ihrem Ausflugsziel fuhren. Bei den möglichen Zielen gab es die Auswahl zwischen Ostia Antica, der Villa d‘Este in Tivoli, dem Castel Gandolfo, dem Olympiastadion, den Katakomben und St. Paul sowie Pompeji und Montecassino.
Alle waren am Ende des Tages sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Wahl. Ob eher sportlich oder eher geschichtlich interessiert: Für jeden war etwas dabei. Als gegen 20 Uhr auch die letzte Reisegruppe aus dem ferneren Pompeji eintraf, waren auch an diesem Tag wieder alle heil im Camp angekommen und konnten sich nach dem Abendessen auf der Terrasse ihres Bungalows oder auch in ihrem Bungalow von dem Tag erholen.
Viel zu früh war auch schon der letzte volle Tag in Rom angebrochen: Am Samstag, dem 18. April, ging es noch ein letztes Mal morgens mit den Bussen in die Stadt. Die Unterstufe besichtigte den Petersdom, die Siebener und Achter das Kolosseum und das Forum Romanum, die Neunt- und Zehntklässler*innen die Villa d’Este in Tivoli und die Oberstufe das Castel Gandolfo. Im Anschluss ging es für die EF und die Q1 noch in das Euroma 2, in eines der größten Shopping-Center in Europa.
Nach dieser programmgefüllten und eventreichen Woche konnten sich die Schüler*innen zusammen mit ihren Lehrer*innen noch auf einen Abschlussabend freuen. Die SV hatte nämlich einen etwa zweistündigen Spirit Day vorbereitet, der an den jährlichen jahrgangsübergreifenden Sporttag vor den Sommerferien angelehnt war. Nur dass diesmal keine größere sportliche Betätigung erfordert war. Er war stattdessen gefüllt mit lustigen kleinen Spielen wie Dosenwerfen, Tauziehen und Limbotanzen, welches vor Allem die Unterstufe erfreute und belustigte. Doch auch ein paar ältere Schüler*innen ließen es sich nicht nehmen, bei der Feier vorbeizuschauen. Sogar einige Lehrer*innen beteiligten sich an den Spielen wie zum Beispiel Herr Ingenrieth beim Armdrücken und Frau Negwer beim Dosenpyramidenbau gegen Herrn Knippenberg. Die riesige Motivation der Fünfer und Sechser ließ alle die wunderschöne Gemeinschaft spüren, die am MKG in der Schülerschaft herrscht. Es gab sogar coole Preise von der SV wie Pizza- und Eisgutscheine, die zu Hause in Wegberg eingelöst werden können.
Nach einem von einer Drohne aufgenommenen Gruppenbild mit der gesamten Schule gab es auch noch eine kleine Abschlussparty mit einem DJ aus den eigenen Reihen: Fabio, ein Schüler der EF, legte auf und sorgte so für Tanzstimmung. Bei der letzten Infoveranstaltung überraschte die SV noch einmal die Schulgemeinschaft. Sie hatte sich etwas ganz Besonderes überlegt und insbesondere Tim, ein SV-Mitglied, hatte in seiner Freizeit dafür gesorgt, dass die Idee in die Tat umgesetzt wurde: Alle Mitreisenden bekamen ein Andenken an die einzigartige Romfahrt in Form eines 3D-gedruckten Schlüsselanhängers vom Kolosseum mit dem Schriftzug „50 Jahre MKG“. Allein diese schöne Aktion zeigte wieder einmal, wie sehr sich die Schülervertretung des MKG für unsere Schule engagiert. Das liegt vermutlich nicht zuletzt an der Menge an Freiraum und Vertrauen, das den Schüler*innen der SV entgegengebracht wird. Es zeigt, dass am MKG nicht nur die Zusammenarbeit der Lehrer*innen miteinander gut funktioniert, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Schüler*innen.
Dank der nach hinten verschobenen Nachtruhe anlässlich des letzten Abends konnten Freundesgruppen auch bungalowübergreifend den Abend und damit auch ihre gemeinsame Woche in Rom ausklingen lassen. Am nächsten Morgen hieß es „Koffer packen und Bungalows aufräumen“. Um 10.30 Uhr verließen die 13 Busse wieder den Campingplatz und der letzte Teil der Reise brach an: die Rückfahrt nach Wegberg.
Am Folgetag, am Montag, dem 20.04.26 erreichten zwischen 06:00 Uhr und 09:30 Uhr alle Schüler*innen und Lehrer*innen wieder wohlbehalten den Schwimmbadparkplatz beim MKG – im Gepäck viele wunderschöne Erinnerungen und zahlreiche Souvenirs in der Tasche. Alle Mitfahrenden bekamen den Dienstag zur Erholung frei und konnten sich dadurch gut auf den normalen Schulalltag einstellen, der am Mittwoch wieder einsetzte.
Rückblickend war diese Fahrt ein voller Erfolg. Frau Kuchenbecker betonte, wie „sensationell“ es sei, dass alles gut geklappt habe. Dafür bedankt sie sich nicht zuletzt bei ihren Kolleg*innen, die jeden Tag und Abend voll eingespannt waren, um das Programm zu betreuen, Schüler*innen mit Heimweh zu trösten oder Streit zu schlichten. Auch dem medizinischen Team sei viel zu verdanken, da durch dessen Unterstützung einige Krankenhausbesuche eingespart werden konnten. Letztlich – so Frau Kuchenbecker – hätten auch die Eltern der Schülerschaft diese Reise erst möglich gemacht, da sie die Fahrt finanziell gestemmt hätten: Bei über 600 Teilnehmer*innen kam ein Gesamtpreis von circa 330.000 € zustande. Auch der Förderverein unserer Schule und „Sankt Martin hilft“ unterstützten die Fahrt tatkräftig in Form von finanziellen Spenden und Spendenaktionen für einkommensschwächere Familien.
Ein besonders großer Dank gilt dem Organisationsteam der Romfahrt, das zusammengesetzt aus vier Lehrer*innen, einem Schüler und sechs Eltern seit 2024 die Fahrt plante und alles genauestens vorbereitete.
Last but not least sollte hier noch einmal an das Ziel dieser großen Reise erinnert werden: Nicht nur einen schönen Urlaub zu genießen, sondern anlässlich unseres Schuljubiläums auch unser Schulmotto „Verantwortung, Gemeinschaft, Zukunft“ zu leben und die Schulgemeinschaft weiter zu stärken war die Idee. Und diese gesellige Schulreise schweißte tatsächlich die Schülerschaft und das Lehrerteam noch mehr zusammen. Dieses Gefühl von Gemeinschaft zu erleben war für viele Beteiligten besonders herausragend und die Mitreisenden werden sich mit Sicherheit auch noch in vielen Jahren gerne an die große Fahrt des MKG zurückerinnern.
Von: Mareike Brenner (Q1) & Christina Reinhardt